Virtuelle Umgebungen verändern, wie technische Inhalte vermittelt werden. Wir setzen sie in unseren Programmen gezielt ein, und zwar dort, wo sie tatsächlich etwas beitragen.
Das Problem, das wir damit angehen
Klassische Automatisierungsschulung stößt an Grenzen:
- Sicherheitsgründe verhindern, dass Störfälle an einer stromführenden Anlage geübt werden
- Kosten begrenzen die Vielfalt der verfügbaren Aufbauten
- Platz macht es unmöglich, eine ganze Anlage im Schulungsraum nachzubauen
- Zeit reicht nicht, um jedem Teilnehmenden jedes Szenario zu zeigen
Wer nach der Schulung erstmals eine reale Anlage betritt, steht deshalb oft vor einem Sprung. Diesen Sprung verkleinern virtuelle Umgebungen.
Wofür wir sie einsetzen
Orientierung in Anlagen
Durch eine realistisch nachgebildete Halle gehen, Schaltschränke betrachten, Leitungswege nachvollziehen und verstehen, wie sich die Steuerungstechnik in den Gesamtprozess einfügt. Dieses räumliche Verständnis lässt sich im Seminarraum schwer aufbauen.
Sicherheitsabläufe üben
Freischalten und Sichern, Gefährdungen erkennen, Verhalten im Notfall: gefahrlos, wiederholbar und mit der Möglichkeit, Fehler zu machen.
Inbetriebnahme durchspielen
E/A prüfen, Abläufe verifizieren, Störungen eingrenzen, ohne Kosten und Risiko an einer Produktionsanlage.
Die Sicht des Bedienpersonals
Wer einmal erlebt hat, wie sich eine Anlage von der Bedienseite aus darstellt, gestaltet später bessere Bedienbilder.
Wo wir VR nicht einsetzen
Das gehört zur Ehrlichkeit dazu: Verdrahten, messen, eine Klemme prüfen, ein Schirmungsproblem finden, den Unterschied zwischen einem sauber und einem schlecht aufgelegten Kabel spüren. Das lernt man an der Hardware, und dabei bleibt es.
VR ergänzt bei uns, es ersetzt nichts. Wer eine reine VR-Schulung anbietet, verspricht mehr, als das Verfahren hergibt.
Wie es im Ablauf eingebunden ist
- Zu Beginn: Orientierung in der Anlagenumgebung, bevor Sie Technik anfassen
- Vor der Praxis: Sicherheitsabläufe, bevor an elektrischen Betriebsmitteln gearbeitet wird
- Vor der Hardware: Inbetriebnahme durchspielen
- Später: Störfälle, die sich real nicht gefahrlos herstellen lassen
Rückmeldungen
Teilnehmende berichten regelmäßig von:
- besserem räumlichen Verständnis industrieller Umgebungen
- mehr Sicherheit beim ersten realen Anlagenkontakt
- besserem Behalten der Sicherheitsabläufe
- höherer Aufmerksamkeit gegenüber reinem Frontalunterricht
Was wir weiterentwickeln
- Einblendungen in das Sichtfeld an realer Hardware
- gemeinsame Umgebungen für mehrere Teilnehmende
- Szenarien, die sich am Fortschritt der einzelnen Person ausrichten
- Anbindung an digitale Zwillinge für anlagenspezifische Schulung
Gute Schulung nutzt jedes Werkzeug, das tatsächlich hilft. Virtuelle Umgebungen sind eines davon, an der richtigen Stelle.
