Die Automatisierungstechnik gehört zu den Bereichen mit anhaltend hoher Nachfrage in Deutschland, und sie ist offen für Wechsler. Ob Sie als Elektrofachkraft über die Installation hinauswollen, aus der IT kommen oder gerade das Studium abgeschlossen haben: Es gibt einen Weg hinein.
Warum Menschen wechseln
Die Gründe sind gleichbleibend: gute Bezahlung, fachlich interessante Arbeit, verlässliche Nachfrage und das Erlebnis, dass der geschriebene Code eine reale Anlage bewegt.
Für Elektrofachkräfte
Sie haben einen klaren Vorsprung. Stromlaufpläne lesen, Schaltungen verstehen und sicher an elektrischen Anlagen arbeiten sind Grundlagen, die Quereinsteigern aus der IT fehlen.
Ihr Weg:
- Grundlagen der SPS-Programmierung lernen. Der Kontaktplan ist der Schützlogik nachempfunden, die Sie kennen
- Eine strukturierte Schulung mit Nachweis absolvieren
- Sich auf Stellen als Junior in der Steuerungstechnik oder in der Inbetriebnahme bewerben
- Im Gespräch die elektrotechnische Seite betonen. Wer verdrahten und programmieren kann, ist doppelt einsetzbar
Zeitrahmen: etwa sechs bis zwölf Monate berufsbegleitend.
Für Fachkräfte aus der IT
Netzwerkkenntnisse, Datenbanken, Skripting und Systemverständnis übertragen sich gut. Mit der Vernetzung der Anlagen ist die Nachfrage nach Leuten, die OT und IT verbinden können, deutlich gestiegen.
Ihr Weg:
- Industrielle Protokolle lernen: PROFINET, EtherNet/IP, OPC UA
- Aufbau von Steuerungen und die Besonderheiten echtzeitfähiger Systeme verstehen
- Leitsystemtechnik erarbeiten, die Datenbanken, Netzwerk und Visualisierung verbindet
- Stellen im Umfeld von Anlagenvernetzung, Datenanbindung und Leitsystemen ansteuern
Ihr Vorteil: Sie steigen oft nicht ganz unten ein, weil Sie eine Lücke schließen, die in klassischen Automatisierungsteams besteht.
Was Sie unterschätzen könnten: Anlagentechnik verzeiht weniger als IT. Ein Neustart zur Fehlerbehebung ist keine Option, wenn eine Charge im Reaktor steht.
Für Hochschulabsolventen
Ein Abschluss in Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik oder Physik ist eine gute Grundlage. Was Arbeitgeber vermissen, ist die praktische Seite, die im Studium meist zu kurz kommt.
Ihr Weg:
- Eine praxisorientierte Schulung mit Arbeit an echter Hardware
- Praktikum oder Werkstudententätigkeit bei einem Systemintegrator oder Maschinenbauer
- Eigene Projekte aufbauen, auch simulierte zählen
- Sich auf Einstiegsprogramme größerer Unternehmen bewerben
Häufige Hürden
Fehlende Anlagenerfahrung: Mit Simulation und einem kleinen Übungsaufbau beginnen. Jedes Übungsprojekt dokumentieren.
Zweifel an der eigenen Eignung: Jede erfahrene Fachkraft hat einmal bei null angefangen. Die Branche ist es gewohnt, einzuarbeiten.
Finanzierung: Viele Schulungen lassen sich berufsbegleitend absolvieren. Manche Arbeitgeber beteiligen sich; fragen Sie danach, bevor Sie selbst zahlen.
Alter: Erfahrung und Zuverlässigkeit werden geschätzt. Wechsel mit Mitte dreißig oder vierzig sind üblich.
Worauf Sie bei der Kurswahl achten sollten
- Arbeit an echter Steuerungshardware, nicht nur Simulation
- ein von unabhängiger Seite geprüfter Nachweis
- Projekte, die dem betrieblichen Alltag entsprechen
- Unterstützung bei Unterlagen und Gesprächsvorbereitung
- Zugang zu einem Netzwerk aus Fachleuten und Arbeitgebern
ED WARTENS Deutschland bietet Programme, die auf Wechsler ausgerichtet sind und unterschiedliche Ausgangslagen berücksichtigen.
Einordnung
Der Fachkräftemangel bedeutet, dass Arbeitgeber bereit sind, Menschen mit der richtigen Einstellung einzuarbeiten. Wer bereit ist, sich einzuarbeiten, findet einen Weg hinein. Eine Zusage kann Ihnen dennoch niemand geben; Qualifikation, Region und Marktlage spielen mit hinein.
