Back to Blog
Digital AI2. Dezember 20258 Min. Lesezeit

TensorFlow in der Produktion: vom Modell zum Einsatz an der Anlage

TensorFlowNeuronale NetzeFertigungEdge ComputingKI
TensorFlow in der Produktion: vom Modell zum Einsatz an der Anlage
By ED WARTENS Deutschland Team

TensorFlow gehört zu den verbreitetsten Werkzeugen, um neuronale Netze zu bauen und in der Fertigung einzusetzen. Der Umfang reicht von der Entwicklung über das Training bis zum Betrieb auf Geräten mit begrenzter Rechenleistung.

Warum TensorFlow im industriellen Umfeld

Auf den Betrieb ausgelegt

Anders als rein forschungsorientierte Werkzeuge war TensorFlow von Beginn an auf den produktiven Einsatz ausgerichtet. Für den Betrieb auf Geräten mit wenig Ressourcen gibt es eine eigene, schlanke Laufzeitumgebung.

Geeignet für Geräte an der Anlage

Modelle lassen sich in ein optimiertes Format übersetzen, das auf ARM-Prozessoren und kompakten Rechnern effizient läuft, teilweise bis hinunter auf Mikrocontroller.

Werkzeuge für den gesamten Weg

Für die Beobachtung des Trainings, für vollständige Verarbeitungsketten und für vortrainierte Modelle stehen ausgereifte Werkzeuge bereit.

Ein Modell für die Fertigung aufbauen

Datenaufbereitung

Eine geordnete Verarbeitungskette lädt die Daten, bereitet sie auf und erweitert den Bestand künstlich, etwa durch Drehen und Spiegeln der Aufnahmen. Ohne diesen Schritt bleibt der Datenbestand fast immer zu klein.

Modellaufbau

Für die Sichtprüfung beginnt man sinnvollerweise nicht bei null, sondern passt ein vortrainiertes Netz an die eigene Aufgabe an. Dieses Transferlernen senkt den Bedarf an eigenen Aufnahmen erheblich.

Training

Das Training lässt sich auf mehrere Grafikeinheiten verteilen. Der Verlauf sollte beobachtet und rechtzeitig abgebrochen werden, damit sich das Modell nicht auf die Trainingsdaten einschießt.

Verkleinerung

Vor dem Einsatz auf Geräten an der Anlage wird das Modell verkleinert. Durch Quantisierung schrumpft es erheblich, ohne dass die Treffsicherheit spürbar leidet. Das Entfernen unnötiger Parameter bringt zusätzlich Tempo.

Betrieb

Auf Geräten an der Linie

Das übersetzte Modell läuft auf dem Auswerterechner, bekommt die Bilder von der Kamera und gibt das Ergebnis über die üblichen industriellen Protokolle an die Steuerung weiter.

Auf einem Server im Haus

Wo es nicht auf Millisekunden ankommt, kann das Modell zentral betrieben und über Schnittstellen angesprochen werden.

In Containern

Container sorgen dafür, dass in Entwicklung und Betrieb dieselbe Umgebung läuft. Das erspart die typischen Überraschungen beim Übergang in den Produktivbetrieb.

Was sich im Betrieb bewährt

Versionsstände festhalten

Zu jedem Modell gehören die Daten und der Code, mit denen es entstanden ist. Ohne diese Zuordnung ist ein Modell nach einem halben Jahr nicht mehr nachvollziehbar.

Beobachten

Die Güte im laufenden Betrieb verfolgen und mit den Werten aus der Erprobung vergleichen. Weichen sie ab, ist es Zeit für neues Training.

Abläufe automatisieren

Training, Prüfung und Auslieferung so weit wie möglich automatisieren, damit Aktualisierungen verlässlich und nachvollziehbar erfolgen.

Die Kurse von ED WARTENS Deutschland behandeln diesen Weg vollständig, vom Aufbau des Modells bis zum Betrieb auf Geräten an der Fertigungslinie.

Share this article

Ready to Start Your Automation Career?

Explore our CPD Accredited PLC, SCADA, and AI automation courses. Hands-on training with real industrial hardware and dedicated career support.

Explore our courses